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Boot Düsseldorf – Tauchen, UW-Fotografie, u.v.m.

Eine Woche ist schon wieder vergangen und endlich finde ich etwas Zeit über die Boot zu schreiben.

Die Stände der Unternehmen waren zum Thema Tauchen zahlreich und mit vielen Angeboten zu Tauchreisen und Ausrüstung. Auch die portablen Tauchbecken waren ganz interessant mal anzuschauen. Die Hallen waren leider so voll, dass man das Ganze nicht wirklich richtig genießen konnte, aber gucken, anfassen, ausprobieren und ein wenig unterhalten geht natürlich immer.

Ich selbst wollte nicht das Schnuppertauchen in den Tauchbecken mitmachen (obwohl es schon gereizt hat einfach wieder zu tauchen ^^), denn erstens sollte es für Leute sein, die den Tauchsport kennenlernen wollten und ich weiß nicht wie lange man warten musste, bis man ins Becken durfte.

Im Tauchbecken wurde dann ein unterwasser-Schreibbrett mit Stift vorgeführt und ein Wurfspiel.

Natürlich konnte ich es nicht lassen auch gleich nach Neuigkeiten bezüglich UW Fotografie zu schauen. Es gab einige ausgestellte Bilder im Pixelworld, jedoch keine UW Fotografen dazu, die etwas erzählt haben. Es wurden aber „Seminare“ angeboten, in denen Tips und Tricks erläutert wurden.

Da ich für meine Nikon L110 ein UW-Gehäuse gesucht hatte, hat sich zunächst EWA Marine mit einem Softcase angeboten. Jedoch wirkt ab ca.20m ein so großer Druck auf das Gehäuse der Kamera, dass diese droht darunter nach zu geben. Und ein UW Case zum Schnorcheln für knapp 200€ wär mir dann doch zu teuer.

Also auf die Suche nach einer Alternative: An erster Stelle fällt mir da Sealife ein.

Deutsche Reviews auf Amazon o.ä. sind einwandfrei und alle sind begeistert, guckt man mal im US Amerikanischen Raum, sieht das schon ganz anders aus. Die Kamera soll mit einem Mal völlig versagen, nicht mehr angehen oder unter Wasser einfach ausgehen und vielleicht irgendwann wieder angehen. Das wär natürlich ärgerlich, wenn man schon etwas faszinierendes unter Wasser sieht, kann man es nicht fotografieren, da die Kamera versagt…

Beim ausprobieren auf der Boot hat die Kamera nicht versagt, aber der Druckpunkt ist schon nicht ohne. Ich musste ziemlich darauf rumdrücken bis die Kamera endlich ausgelöst hat. Mal schnell etwas fotografieren könnte schwierig werden. Auf der Rückseite der Kamera sind vier große Einstellknöpfe, die Einstellung unter Wasser sollte also kein Problem sein, wenn man denn Zeit und Geduld dafür hat. Trotz sehr negativer Kritik aus den USA bin ich nicht ganz abgeneigt diese Kamera mal selbst auszuprobieren.

Eine Alternative wäre die Panasonic Lumix mit UW Gehäuse. Der einzige Stand, der diese verfügbar hatte, war jedoch so proppen voll, dass ich nicht einmal jemanden ansprechen konnte, geschweige den das UW Gehäuse mal ausprobieren… Trotzdem interessante Möglichkeit. Mal schauen, was kommt. :)

Die ganzen Stände mit den Urlaubsangeboten waren natürlich die pure Qual, man kann gar nicht so viel arbeiten wie man Urlaub und Geld bräuchte um das alles zu erleben… Besonders viele Action-Angebote mit Shark-Diving, Whale-Snorkling, … sind offenbar im Angebot. Ich hoffe, ich werde auch weiterhin von vielen Taucherlebnissen aus aller Welt berichten können, demnächst Sri Lanka :)

Ich freue mich bereits sehr auf nächstes Jahr 19.01. – 27.01.2013 Boot in Düsseldorf!

(Dann aber alltags, nicht im überfüllten Wochenend-Gedrängel ;) )

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23.01.

Seit dem 21.01.2012 ist die Boot bereits in Düsseldorf eröffnet. Der früheste Termin, an dem ich dort auftauchen kann, ist Samstag, der 28.01., da ich vorher noch ein paar Prüfungen schreiben muss. Ich freu mich bereits riesig UW Fotografen, wie Eckhardt Krumpholz (www.photos-subjektiv.de) und Todd Essick (war Gastfotograf bei der Casting Show Germanys Next Topmodel 2009; www.essickphoto.com) kennen zu lernen und mit ihnen über UW Fotografie, Tipss, Tricks und Ausrüstung zu plaudern.

Auch die ganzen Aussteller, wie ScubaPro, Aqualung und Subgear (…)  und weitere interessante Themen, wie das mobile Tauchbecken, Aktionen zum Artebschutz, Naturschutz, etc. sind auf der Boot zugegen.

Nach dem Besuch kann ich dann (hoffentlich) anhand einiger anschaulicher Fotos und Text berichten…

(www.boot.de)

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28.01.

Nach einem langen Tag wieder unterwegs nach Wolfsburg. Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis die Taucher-Hallen der Boot kennen zu lernen. Man konnte sich komplett ausstatten und auch für Unterwasserfotografen gab es einiges zu sehen. Morgen werde ich dann mal näheres darüber schreiben und Fotos mit online stellen.

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USA, Kankakee (Haigh Quarry)

Nächste Dienstreise, nächste Tauchmöglichkeit:

Beruflich war ich in Mount Vernon (Illinois), da kamen mehrere Tauchplätze in Frage: Mermet Springs, Lake Michigan, Haigh Quarry.

Mermet Springs liegt etwa 2 Stunden Autofahrt südlich von Mount Vernon, es gab jedoch sehr wenige Informationen online und auch kaum Ansprechpartner (es hatte niemand geantwortet). Allein hinzufahren, um dann doch nicht tauchen zu können war mir zu aufwändig.

Ich hatte aber im Chicago Scuba Club ganz gute Ansprechpartner gefunden, die sich nicht nur direkt mit mir zum Tauchen verabredet haben, sondern ein Dive Instructor hat in dem Zeitraum, in dem ich in den USA war einen Advanced Open Water Diver (PADI) Kurs angeboten. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Gesagt, getan, ein Wochenende Tauchen pur mit dem Chicago Scuba Club am See Haigh Quarry.

Es war wieder ein Süßwassersee, jedoch um einiges kälter als in Mexiko. Zum ersten Mal trug ich nicht nur einen Neoprenanzug, sondern auch Haube, Handschuhe und Füßlinge.

Nicht nur die Ausrüstung war neu, auch habe ich hier zum ersten mal meine Unterwasserkamera von Lomography verwendet. Die Fisheye ist laut Beschreibung zwar „nur“ bis 25Meter wasserdicht, aber auch bei 30Meter gab es keine Probleme.

Lomography

Im Haigh Quarry gibt es einige Parcours, um sich in Navigation zu schulen. Das ganze wird noch anspruchsvoller, wenn der See gut besucht ist, denn dann wird viel Dreck vom Grund aufgewirbelt und die Sicht wird sehr schlecht.

Es sind einige Wracks in der unter Wasser gesetzten Mine positioniert worden, die nicht zu weit auseinander, aber trotzdem nicht zu leicht zu finden sind. Das Flugzeug wurde von meinen Buddys erst am vierten Tag gefunden, leider war ich da nicht mehr da. An dem Truck, dem Boot und den Schienen der alten Mine konnte ich mich aber auch erfreuen.

Besonders unterhaltsam waren die Fische. Als Erstbesucher hat man noch vor dem gut einen Meter langen Catfish am meisten Respekt. Der ist allerdings von Tauchern völlig unbeeindruckt und lässt diese in Ruhe. Die kleinen Fische allerdings sind es gewohnt von den Tauchern gefüttert zu werden. Wenn das nicht passiert, picken die Fische an den Tauchern rum, was bei aufgeweichter Haut unter Wasser überraschend unangenehm sein kann.

Lomography

Mexiko, San Luis Potosí (Laguna Media Luna)

Meine zweite Tauchreise ging (dank einer Dienstreise) nach Mexiko. Mitten in die Wüste von San Luis Potosí. Südlich dieser Industriestadt gab es jedoch eine wunderschöne Oase: Laguna Media Luna.

Wer nichts gegen Campen, Natur und jede Menge Wasser hat, ist hier sehr gut aufgehoben.

Als PADI zertifizierter Taucher war es kein Problem direkt vor Ort eine Ausrüstung auszuleihen und Tauchbuddys zu finden. Man sollte jedoch zumindest ein wenig Spanisch sprechen. Englisch wird natürlich auch gesprochen, aber die Mexikaner sind sehr stolz auf ihr Land und ihre Sprache, sie freuen sich besonders, wenn man mit ihnen ihre Landessprache spricht.

Das Gewässer ist ein Süßwasser-See mit überraschend warmen Wasser. Selbst am tiefsten Punkt des Sees war mir während des gesamten Tauchgangs nicht ein mal kalt. Dafür ist die Flora eher uninteressant, mir ist nicht ein Tier begegnet. Nur ein paar Pflänzchen hat der See zu bieten und einen abgestorbenen Baum, der recht Kunstvoll an einem Abhang hängen blieb.

Es war trotz allem ein sehr gelungener Ausflug und ganz netter Tauchgang, allein weil die Mexikaner eine sehr offene und familiäre Mentalität haben. Während des Tauchgangs werden viele faxen gemacht (ein Video, wie ich unter Wasser Saturday Night Fever tanze ist dabei auch entstanden) und anschließend auch viel gefeiert und zusammen andere Aktivitäten ausprobiert, wie Kajak fahren.

Da ich schon in Mexiko war, hab ich die 8-stündige Reise nach Puerto Vallarta (Pazifischer Ozean) auf mich genommen, um auch da zu tauchen, jedoch war es zu stürmig um auch nur schwimmen zu gehen, geschweige denn mit einem Boot raus zu fahren oder tauchen zu gehen. Sehr schade, aber die Stadt war dennoch sehr schön.

Türkei, Kalkan (Mittelmeer)

In der Türkei habe ich 2009 endlich meinen Open Water Diver (PADI) gemacht, nach bereits einigen „Schnuppertauchgängen“ und jede Menge Schnorcheln. In einem einwöchigen Kurs wurde das Wissen vermittelt und alles in sehr vielen Tauchgängen ausprobiert und getestet. Da ich in einer „warmen“ Region meinen Tauchschein machen wollte und die finanziellen Mittel natürlich auch nicht unerschöpflich sind, kam mir die Türkei gerade Recht. Trotz allem habe ich mir eine deutsche Tauchschule ausgesucht, um mit der Qualität der Tauchschule und der Ausrüstung nicht ganz aufgeschmissen zu sein. Gerade als Anfänger mit fremder Ausrüstung wollte ich sicher gehen, dass auch alles nach den neuesten Standards zertifiziert ist (TÜV o.ä.).

Die Flora und Fauna im Mittelmeer bei Kalkan ist natürlich nicht das Rote Meer, dennoch gab es die eine oder andere Überraschung, wie die unten abgebildete Meeresschildkröte.

Auch verschiedene Tauchadventures, wie das Strömungstauchen, Wracktauchen oder   Rifftauchen werden nicht vernachlässigt.

So richtig bunte und viele Korallenriffe oder jede Menge bunte Fische darf man nicht erwarten, aber wenn man eher mit Ausrüstung und Technik beschäftigt ist, ist die Region sehr angenehm.

An der Wasseroberfläche, sowie in flacheren Bereichen ist die Wassertemperatur sehr angenehm, jedoch wird es ab 5-6Meter abrupt sehr kalt, ein 5mm- Neopren ist da schon angenehmer, mit einem reinen Tropenneo würde ich nicht weit kommen.

Bei der Frenk Bay war es ganz faszinierend, das aus dem Gebirge fließende Schmelzwasser in der Bucht zu merken und zu sehen. Die Mischung aus Salz- und Süßwasser lässt auch unter Wasser eine Art Nebel erkennen. Sieht man diese „Grenze“ nicht sofort, so spürt man sie spätestens beim Durchschwimmen. Das Schmelzwasser ist eiskalt.

Im Middle Reef sind einige Seesterne, Einsiedlerkrebse und Seeigel zu finden.

Für einen entspannenden Einstieg als Taucher ein sehr schöner Tauch Spot.