Barcamp Braunschweig Schlüsselanhänger und Tischaufsteller

Beim Barcamp Braunschweig wurde bereits einiges über 3D Druck, Drucker und Software erzählt. Als Beispiel bietet sich das Barcamp Logo geradezu an. Mit den Vektordaten des Barcamp Teams kann man relativ einfach Formen extrudieren und für die verschiedensten Gegenstände anpassen.

Die entstandenen Konstruktionen sollen natürlich nicht nur als Datensatz rumliegen, sondern können auch bei shapeways gedruckt und verwendet werden:

barcamp Schlüsselanhänger schräg

Schlüsselanhänger 2 Schlüsselanhänger Titelbild Schlüsselanhänger 1

Schlüsselanhänger

Barcamp Logo front

Barcamp Logo

Tischaufsteller

Barcamp Logo als Vektor Datei in SolidWorks einlesen

Um bei einem Logo oder einer Graphik besonders genau zu sein, kann diese auch einfach als Vektor-Datei eingelesen werden. Wichtig dabei ist das .DWG Format, in dem auch Bemaßungen hinterlegt sind. Das Team des Barcamp Braunschweig hat mir freundlicherweise die Vektordaten zur Verfügung gestellt :)

Vektordaten als .DWG Datei einlesen

Nach dem öffnen der Datei, wird man durch eine Hilfs-Maske geführt. Zunächst als Teil importieren lassen und die 2D Skizze auswählen. Abschließend kann im Programm die Skizze beliebig extrudiert oder von einer Grundplatte abgezogen werden.

Als Teil in 2D Skizze importieren

In der nachfolgenden Graphik nicht vergessen „Bemaßungen importieren“ anzuwählen und eine Einheit auszuwählen.

Alle Layer auswählen bzw die gewünschten

Jetzt fertigstellen…

fertig stellen

… und das Konstruieren in SolidWorks kann losgehen.

Skizze zur Bearbeitung bereit

Dabei kann nicht nur das komplette Modell bearbeitet werden, sondern auch einzelne Schriftzüge oder nur der Löwenkopf.

Barcamp Logo schräg1 Barcamp Logo schräg2

Barcamp Logo front angekippt

Barcamp Logo front

barcamp Schlüsselanhänger front barcamp Schlüsselanhänger Profil

(Die Fläche in der oberen Abbildung ist nur blau, da ich diese zur leichteren Visualisierung markiert habe, natürlich ist sie auch schwarz.)

barcamp Schlüsselanhänger schräg

 

Hier findet ihr die 3D Modelle in meinem Shop (natürlich der reine Materialpreis mit Versand und shapeways-Bürokratie-Pauschale von 2,5%).

Barcamp Braunschweig 2012 – Babys und 3D Druck

Das war ein super-tolles Barcamp! Jede Menge 3D Druck, Hacks und Babies ;) Ich bin zu fast jeder Session zu spät gekommen, weil ich noch schnell ein Kind betüddeln musste. :) Aber erst mal zum Barcamp thematisch:

Zunächst haben die Jungs von Stratum0 ihren 3D Drucker vorgestellt und das Drucken mit Hilfe von OpenSource Software.

Am Sonntag war ich dann am Zuge 3D Druck für Privatkonstruktionen etwas näher zu bringen.

Muss ich wirklich einen 3D Drucker zu Hause stehen haben, um mir etwas drucken zu können? Wie konstruiere ich? Worauf muss ich achten? Welches Datenformat brauche ich und wo kann ich dann drucken lassen? Dies und noch mehr berichte ich nicht nur in meiner Session, sondern ab bald auch hier. Die Objekte, die ich in der Session vorgestellt habe, werde ich in meinem Shapeways-Shop hochladen.

Aber nicht nur 3D Druck hat das Barcamp beschäftigt, auch Hacks im eigenen Haus oder das Verstellen der Tischhöhe mit einem Pedal-Ketten-Gewindestangen-System in einem doppelten Boden. Inhaltlich unheimlich interessante Themen und durch die Barcamper sehr anschaulich und angenehm vermittelt!

Besonders gefallen hat mir die Session von Sandra über Visualisierung. Ich hatte nicht nur jede Menge Spaß, ich musste erkennen: für manche Workshops ist das mehr als sinnvoll! Gerade um beim Kern zu bleiben und nicht abzuschweifen, hilft ein Blick auf eine graphische Flipchart-Zusammenfassung, um sofort zu sehen wo man ist.

Und natürlich die Bügelperl-Session war sensationell:

Noch ganz viele tolle Fotos gibt es hier.

Barcamp Logo als Schlüsselanhänger

Nach Installation der Software SolidWorks kann gleich mit der Skizzierung begonnen werden!

Im Strukturbaum an der rechten Seite muss dafür „Ebene vorne“ markiert werden. Dreht man die Ansicht, kann jede andere beliebige Ebene als Start ausgewählt werden.

Mit dem darüber erscheinenden Symbol ganz links (kleiner Stift mit blauer Linie) wird die Skizze eingefügt.

Als Hilfslinien können Mittellinien eingefügt werden, indem der Pfeil neben dem Liniensymbol oben in der Toolbar ausgewählt wird und auf die gestrichelte Linie geklickt wird. Diese machen besonders bei Rotationssymmetrischen Teilen Sinn, aber auch bei Spiegelungen oder wiederkehrenden Mustern.

Um die Geometrie besser erfassen zu können, wird in die Skizze eine Bilddatei des Logos eingefügt.

Mit Hilfe des Skizzenbildes können nun Splines anentlang der Konturen eingefügt werden:

Natürlich können die Splines auch sofort angepasst werden, ich empfehle aber erst nach Einfügen aller Splines, diese zu bearbeiten, um mögliche Kanten zu vermeiden.

Nun braucht das Logo noch einen Anhänger, dieser kann natürlich beliebig gestaltet werden: oval, eckig, rund. Ich habe mich für Rund entschieden, also Mittelpunktbögen verwendet:

Diese können dann zunächst mit dem Mittelpunkt und anschließen mit dem Bogen beliebig angesetzt werden, sie sollten an der Kontur des Logos enden, damit der Anhänger mit dem Logo verbunden ist.

Dann noch einen zweiten Bogen ziehen mit dem gleichen Mittelpunkt, damit eine Art „Henkel“ entsteht, und natürlich das Auge nachzeichnen!

Jetzt kann die Skizze auch schon beendet werden:

Die Skizze im Strukturbaum markieren und in der Toolbar auf Features gehen:

In den Features auf „Linear ausgetragener Aufsatz“ klicken, um aus der Skizze ein 3D Modell zu machen:

Zuletzt noch die gewünschte Tiefe eintragen (ich habe 5mm gewählt) und die Konturen auswählen:

Zum Konturen auswählen einfach die Flächen in der Skizze markieren:

Jetzt kann die Datei auch schon als .STL gespeichert werden. Vorsicht, bei komplexen Strukturen auf eine hohe Auflösung bei den Einstellungen achten!

Wer Lust hat, kann die Außenkonturen noch etwas aufzuweichen, kann Rundungen einfügen:

Für das fertige Modell kann nun der Druckprozess simuliert werden, dazu muss die entsprechende Treibersoftware für den Drucker heruntergeladen werden. Für fabberhouse ist dies zum Beispiel der HP Designjet Color 3D Print. Nach Installation des Treibers muss manuell ein Drucker hinzugefügt werden (ich weiß, wir haben keinen zu Hause, aber für die Simulation tun wir einfach mal so). Anschließend einfach auf Drucken klicken und eine .cmb Datei wird abgespeichert. Die .cmb Datei wird zur Preisermittlung und Bestellung bei fabberhouse hochgeladen und fertig :) .

Komplexere Modelle sind natürlich auch möglich:

Diese werdet Ihr auch bald in meinem neu eingerichteten Shop finden.

Ich möchte mich hier auch noch ganz herzlich bei SolidWorks für die Lizenzen und bei Fabberhouse für die Proben bedanken.