Stars and trees and polar tour

Eine Polarlichter-Tour will vorbereitet sein. Da ich bisher immer mit meinem Zoom-Objektiv (Nikkor 18-105mm) bei einer Lichtstärke von f/3.5-5.6 fotografiert habe, wollte ich für das Einfangen von Polarlichter gern etwas Lichtstärkeres haben.

Da Marc ein lichtstärkeres Objektiv noch rumfliegen hat und mittlerweile selbst mit einer Fuji X-T10 fotografiert, durfte ich seins ausleihen. :)

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Dazu habe ich sowohl Media Markt und Saturn unsicher gemacht, als auch online alles durchforstet. Polarlichter und Landschaft sind bei einem zu kleinen Blickwinkel nicht schön darzustellen, deswegen sollte das Objektiv möglichst weitwinklig sein.

Am liebsten hätte ich das Nikkor 14mm f/1.4 gehabt, aber Leute, ist das teuer! Dann hätte ich mir Norwegen nicht mehr leisten können :D Also bin ich von Nikkor weg und habe bei Walimex, Samyang, Tokina, Sigma und Konsortien geschaut. Tamron hat leider keine weitwinkligen, lichtstarken Objektive. Nach durchforsten aller Rezensionen und Preis-/Leistungsverhältnis ist es schließlich das Walimex Pro 14mm f/2.0 geworden.

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Das Objektiv hat keinen Autofokus. Das war für mich gerade nachts ein großes Problem, da es auch keine Hilfen gab scharfe Kanten auszumachen. Fast ohne Kontrast ein Bild manuell scharf zu stellen schien mir fast unmöglich. Dementsprechend habe ich unfassbar viel ausprobiert und von 50 Fotos ist eins einigermaßen scharf geworden. Da mich das sehr angenervt hat, ging das Objektiv auch wieder zurück. Das nächste Mal gebe ich doch etwas mehr aus und bekomme auch schönere Bilder raus :)

9 Gedanken zu „Stars and trees and polar tour

  1. Ulf

    Ich habe in den Bergen Gran Canarias gute Erfahrungen damit gemacht, einfach den Fokus auf unendlich zu stellen. Bei Landschaften und entsprechender Blende sollte das eigentlich auch ziemlich egal sein, man möchte ja gar keinen Schärfenverlauf. Davon abgesehen findet auch kein Autofokus der Welt mehr irgendwelche Punkte, wenn es nahezu stockdunkel ist. Ob der bei dieser Art der Fotografie überhaupt was gebracht hätte, wage ich zu bezweifeln. Wenn man natürlich mit f/2.0 oder stärker fotografieren möchte, könnte das zu Unschärfen führen. Ich verstehe nur den Grund bisher nicht so ganz. War so viel Bewegung am Himmel, dass du eine längere Belichtungszeit ausschließen musstest? Wird das Rauschen deiner Kamera zu stark, wenn du den ISO-Wert erhöhst?

    Ich habe das auf GC auch zum ersten Mal gemacht, bin mit meinen Ergebnissen aber auch fast zufrieden. Scharf sind sie alle, manche rauschen mir aber zu stark. Wobei man das mit ein wenig Vorsicht und Lightroom ja auch drastisch reduzieren kann. Muss mich echt mehr mit der Anwendung befassen.

    Das sind meine Favoriten, fünf davon aus der Nacht auf dem Berg: https://fotografie.ulfklose.de/alben/gran-canaria/

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    1. tepperi Artikelautor

      Das größte Problem war Landschaften scharf zu bekommen.

      Zu den Belichtungszeiten: Höhe ISO-Werte verrauschen mir tatsächlich zu sehr das Bild, und bei zu hohen Belichtungszeiten (>9sek) werden aus den Sternen Streifen. Ich habe bereits in den Bergen (Österreich, Bayern) ein paar Sterneaufnahmen probiert, da dort die Lichtverschmutzung geringer ist. Da allerdings mit dem Zoom-Objektiv und das reicht mir einfach nicht aus. (Der Autofokus funktioniert übrigens wunderbar wenn man das Objekt mit einer Taschenlampe anleuchtet, fokussiert und dann auf manuell umstellt und ohne anleuchten fotografiert. Das funktioniert komplett manuell aber nur bedingt, weil ich sehr blendungsempfindlich bin…)

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      1. Ulf

        Deswegen bin ich ja dazu übergegangen, die Blende einfach so klein zu machen, dass die Distanz egal wurde. Fokus auf unendlich und gut war. Aber bei so großer Blende wird das natürlich nichts.

        Sind die Sterne so weit im Norden so schnell „unterwegs“? Ich war ja schon fast am Äquator, da habe ich mit 30 Sekunden Belichtung kaum Bewegung gehabt, wie man ja an meinen Fotos sehen kann :-).

        Wie hast du denn das gegenüberliegende Ufer mit der Taschenlampe angeleuchtet? Das ist doch total weit weg gewesen, oder nicht? Den Tipp finde ich ansonsten aber gut, danke dafür, werde ich mir merken.

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        1. tepperi Artikelautor

          Am Äquator ist die Erdrotation beim Fotografieren von Sternen tatsächlich noch mehr zu spüren als am Polarkreis. Ich habe sowohl in Österreich als auch in Norwegen bei zu langer Belichtung Streifen statt Punkte. Und Verrauschen der Fotos macht mich ganz fuchsig, deswegen bin ich da so… Es gibt ganz ausgefuchste Kameralagerungen um die Erdrotation auszugleichen, das lohnt sich aber nur wenn auch der Rest des Equipments dem Niveau entspricht ;)

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      1. Ulf

        Vielen Dank, gleichfalls :-). Hab dank der Aufnahmen dort eine neue Vorliebe entdeckt, glaube ich :-D. Geht das im Harz auch gut, hast du Erfahrung? Oder muss man wirklich in die Alpen, ganz weit weg von der Zivilisation?

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        1. tepperi Artikelautor

          Z.B. oben auf der Wolfswarte müsste das klasse funktionieren, da dort sonst nichts ist. Aber im Dunkeln da hoch und runter ist bestimmt unangenehm :)

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          1. Ulf

            Puh, ja, das glaube ich auch. Irgendwas mit dem Auto erreichbares wäre sinnvoller, vermute ich.

          2. tepperi Artikelautor

            Ja, da ist das nur meist auch beleuchtet und dann wären wir wieder bei der Lichtverschmutzung :) Am besten wäre Wüste: mit dem Auto erreichbar und super schöne Fotos möglich

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