[Rezension] Splitter

Splitter Book Cover Splitter
Sebastian Fitzek
Thriller, Psychothriller
2009
375

Marc Lucas erlebt einen grauenhaften Autounfall, bei dem seine Frau und sein ungeborenes Kind sterben. Monate nach dem Unfall wird er zu einem Experiment eingeladen, dass das Vergessen dieses traumatischen Erlebnisses ermöglichen soll. Bereits nach den ersten Tests beginnen die verheerenden Ereignisse...

Das Buch beginnt mit dem abschließenden Kapitel. Dennoch ist der Ausgang der Geschichte nicht ganz klar.

Der Anfang der eigentlichen Geschichte ist fesselnd. Nach den ersten Kapiteln wurde es inhaltlich etwas chaotisch und zwischenzeitlich musste ich mich sogar zwingen weiterzulesen, weil die Handlungen sehr verworren wurden und die Spannung etwas abflaute. Ich folgte einem Irren (Marc Lucas) mit zunehmenden psychischen und physischen Einschränkungen durch ewig dunkle Straßen in Berlin. Dann wurde es so durcheinander, dass ich nicht mehr neugierig war, ob Marc tatsächlich irre war, sondern wie diese undurchdringlichen Verstrickungen und mehr und mehr werdenden Fragen irgendwie zu einem Zusammenhang gebracht und gelöst werden könnten. Die Handlungen überschlugen sich mit verwirrenden Geschichten von Marc und auch von seinem Bruder. Schließlich trafen beide Geschichten zusammen und manche Aspekte ergaben einen Sinn. Zusätzlich wurden neue Fragen aufgeworfen. Eigentlich fragte ich mich immer wieder „warum?“. So langsam war der Rest des Buches immer dünner und unerträglich viele Fragen noch offen.

Die letzten 100 Seiten habe ich geradezu verschlungen und (für mich) überraschenderweise wurde tatsächlich alles beantwortet. Die Kern-Frage (Was sollte das alles mit diesem Memory-Experiment?) wurde für meinen Geschmack etwas zügig beantwortet und „dieses Ende“ war deswegen etwas enttäuschend. Das Ende der Geschichte war, wie das Buch, verwirrend-verworren und überraschend. Das passte allerdings in das Gesamtbild und war deswegen überraschend gut. Aber dazu möchte ich nicht zu viel verraten, ihr sollt ja auch noch euren Spaß daran haben. ;)

Der Schreibstil in diesem Buch ist für mich recht chaotisch gewesen mit vielen Fetzen unterschiedlicher Geschichten, das ist nicht ganz mein Fall. Die Story hatte seine Höhepunkte und überraschende Wendungen, deswegen würde ich das Buch trotz der Verwirrungen weiterzuempfehlen. Ich bin gespannt, was der Augensammler so mit sich bringt. Das liegt aktuell abends vor mir. :)

Insgesamt bekommt das Buch von mir vier von fünf Zahnrädchen. Lest es. Seid verwirrt. Und lasst euch vom Ende überraschen. :)

Ein Gedanke zu „[Rezension] Splitter

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