Korfu II

Nach einer kurzen Pause, um sich von diversen Verbrennungen zu erholen, geht es diesmal mit einem Auto weiter. Unser erster Ziel ist Kassiopi im Nordosten der Insel. Eine wunderschöne, kleine Hafenstadt mit kleinen Buchten und hübschen Stränden.

Kassiopi

Auch hier fanden wir eine Bucht (fast) für uns ganz allein zum Schnorcheln. Anfangs kamen noch ein paar andere Touris nach, die bald auch wieder verschwanden.

Kassiopi Bucht

Dann hatten wir auch diese Bucht ganz für uns allein mit großen Steinen in einer Tiefe von vielleicht zwei oder drei Metern und jede Menge verschiedener Fische, die sich darunter und dazwischen versteckten. Oder auch einfach neben uns herschwammen. Eine tolle Gelegenheit, um mit der neuen Unterwasser-Kamera Fotos zu machen.

Marc Schnorchelt

Fisch

Anschließend fuhren wir an das nordöstliche Ende der Insel und parkten mitten auf einer kurvenreichen Straße. Hier ist das ja kein Problem.
Zu Fuß ging dann die letzte Etappe zu einer sehr abgelegenen Bucht mit anschließendem See. Selbst die Bezeichnung „Pfad“ wäre für diesen Weg, den wir nahmen völlig übertrieben. Anfangs war noch ein Pfad zu erkennen, der dann in pure Wildnis überging. (Bei einer unserer Harz-Wanderungen würde dort jetzt das Lebensgefahr-Schild hängen, an dem wir vorbei und weitergehen würden.)

Wildnis

Die Wildnis (ich will es einfach nicht Pfad nennen) ging zunächst bergauf und anschließend wieder bergab in die Bucht. Unterwegs fanden wir allerhand Pflanzen und Tiere, doch am meisten fielen die Spinnen auf, die in jeder erdenklichen freien Fläche zwischen Bäumen und Sträuchern ihre Netze spannen. Gruselig. Nein, eigentlich stelle ich mich nicht so schlimm an und quieke bei jedem Kleintier/Insekt. Aber diese Spinnen waren so gruselig und oft über unseren Köpfen oder direkt auf Kopfhöhe. Ich musste sie fotografieren. Und mich ekeln.

Spinne

Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Die Bucht war wunderschön und einsam.

Bucht Spinnenpfad

In aller Ruhe konnten wir uns in die Sonne (eigentlich in den Schatten, die Verbrennungen ließen sich nicht so schnell vergessen, aber Sonne klingt schöner) legen und fotografieren, ein wenig im Wasser planschen. Ja, mehr als planschen ging nicht. Trotz des kristallklaren Wassers waren wir nur hüfttief darin, da es so furchtbar kalt war.

Muscheln

Koralle

Am vorletzten Ausflugstag hatten wir uns vorgenommen Kerkyra (Korfu Stadt) näher zu erkunden. Gerade auf die neue Festung geklettert, fing es fürchterlich an zu regnen.

Kerkyra bei Regen

Wie aus Eimern ergossen sich sintflutartige Regenschauer. Wir hatten relativ schnell Unterschlupf unter einem alten Steinpavillion gefunden, waren allerdings schon durchnässt. Nach einer Weile entschlossen wir uns, in den Ort zum nächsten Restaurant zu laufen. Es würde ja doch nicht ganz aufhören zu regnen, etwas weniger Regen reichte schon aus, um uns zu motivieren. Im Restaurant lief uns das Wasser dann in kleinen Bächlein über Gesicht und Kleidung. Aber zum Fotografieren doch überraschend angenehm, weil nicht so viele Touris wie blöd im Bild, oder besser noch vor dem Motiv rumstehen.

Kerkyra bei Regen3

Tatsächlich haben wir uns an dem Tag noch einen sehr günstigen Regenschirm ergattert, damit wir nicht den ganzen Tag völlig durchnässt rumlaufen. Der Regenschirm war übrigens deswegen so verdammt günstig, weil er an Startschwierigkeiten litt (man musste ihn auf ganz bestimmte Weise öffnen, damit er nicht nach oben klappte) und selbst im geöffneten Zustand machte er einen sehr klapprigen Eindruck. Aber es gab ja kaum Wind und deswegen reichte das vollkommen aus. Kalt war es dennoch. So schlenderten wir durch die Innenstadt, die Altstadt und zur alten Festung.

Kerkyra bei Regen2

Kerkyra alte Festung

Am letzten Ausflugstag gingen uns ein wenig die Ideen aus. Ich hatte noch von der Mäuse Insel gelesen und wollte da hin, dann wären wir aber schon wieder nach Kerkyra reingefahren. Ach, was solls, sonst wüssten wir auch nicht wo noch hin. Also ab nach Kerkyra. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass Vido die Mäuse Insel ist und parkte dementsprechend dort in der Nähe des Hafens. Da stellten wir fest, dass dies gar nicht die richtige Insel ist. Naja, dann erst mal noch ein bisschen Kerkyra erkunden, in die St. Spiridon Kirche und verdammt gutes Softeis essen. Mit Ingwer Geschmack. Klingt merkwürdig, war aber sehr lecker. Nach dem Mittag sind wir weiter nach Kanoni gefahren (von wo aus wir tatsächlich zur Mäuse Insel konnten).

Mäuse Insel

Vorerst haben wir uns aber die Start- und Landebahn vom Flughafen Kerkyra angeschaut. Also von einer Art Steg/Brücke aus konnten wir direkt auf die Bahn geschaut und Flugzeuge Starten und Landen gesehen. Der Start war recht unspektakulär, weil von uns weg gestartet wurde, aber bei der Landung ist der Flieger sehr niedrig direkt über uns weggeflogen.
Da auf Kerkyra nicht in einem Takt wie in Frankfurt oder Hannover die Flugzeuge starten und landen, verbrachten wir dort eine etwas längere Zeit.

Flug

welcome to paradise

Anschließend sind wir mit einem kleinen Bötchen auf die Mäuse Insel. Eine sehr kleine Insel, auf der sich nur eine kleine Kirche und ein Souvenir Shop befindet. Ganz knuffig.

Mäuse Insel2

So endet ein toller und erholsamer Urlaub auf der wunderschönen Insel Korfu.

wir

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