Große Schriftstücke mit LaTeX bewältigen – Teil 3: Literaturangaben und Quellenverzeichnis

Erstellung eines Literaturverzeichnisses mit bibtex.

Bei der Erstellung eines etwas größeren Schriftstückes beschäftige ich mich von Anfang an auch mit den Literaturquellen. Es geht sicherlich fix, aus verschiedenen Büchern, Webseiten oder Artikeln Infos herauszufiltern und für sich selbst zusammenzufassen. Nach dem Verwenden von 20 verschiedenen Quellen ist es allerdings fast nicht mehr möglich, den Informationen die korrekten Quellen zuzuweisen. Also: von Beginn an Zitate und Informationsquellen angeben!

Sobald ich ein Buch zu meinem Thema anfasse, nehme ich erst alle notwendigen Infos zur Quellenangabe in der .bib-Datei auf.

@book{RSAS,
author = {Röbbeln, Stephan; Aßmann, Stefanie},
title = {Social Media für Unternehmen: Von der Planung bis zur Erfolgskontrolle, für KMUs bestens geeignet},
date = {29.04.2013},
publisher = {Galileo Computing},
}

@book{MAUE,
author = {Maue, Torsten},
title = {Günstig Bahn fahren: So spart man richtig Geld beim Bahn fahren},
date = {2013},
}

Die verschiedenen Literaturtypen können in MikTex direkt ausgewählt werden und die Angaben zur Literatur wie in einem Formular ausgefüllt werden.

BeispielScreenshot

Die ersten vier Buchstaben in groß sind die Referenzangaben für den Fließtext, die restlichen Angaben sind, denke ich, selbsterklärend. :)

Im Text wird dann auf die Literaturquellen referenziert und natürlich muss die Bibliothek inkludiert werden und das Literaturverzeichnis kann dargestellt werden.

\documentclass[12pt, a4paper, bibliography=totoc]{scrartcl}

% verwendete Packages:
\usepackage[ngerman]{betababel}
\usepackage[utf8]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{fancybox}
\usepackage{geometry}
\usepackage{cite}
\usepackage{bibgerm}

% Fußnoten
\usepackage[flushmargin]{footmisc}

\geometry{verbose,a4paper,tmargin=25mm,bmargin=25mm,lmargin=25mm,rmargin=25mm}
\include{Bibliothek}
\newcommand{\bibname}{Literaturverzeichnis}

\begin{document}

Dies ist ein Beispieldokument, um Bibliotheken in LaTeX Dokumenten einzubinden.

Dazu mache ich etwas Schleichwerbung für Stephan\footnote{\cite{RSAS}} und Torsten\footnote{\cite{MAUE}}
\newpage

\bibliographystyle{gerplain}
\bibliography{Bibliothek}

\end{document}

Das Ergebnis sieht dann so aus: BeispielTex.

Mit „\include{Bibliothek}“ wird die .bib-Datei in die .tex-Datei eingefügt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die .bib-Datei auch wirklich genauso heißt wie in dem \include{}-Befehl.

Im Fließtext kann dann mit dem \cite{}-Befehl auf die Literaturquellen zugegriffen werden. In diesem Befehl muss der Referenzcode angegeben werden. Hier sind das zum Beispiel „RSAS“ und „MAUE“.

Das Literaturverzeichnis wird mit „\bibliographystyle{gerplain}“ und „\bibliography{Bibliothek}“ eingefügt. Der erste Befehl wählt den Stil des Literaturverzeichnisses aus und mit dem zweiten wird die Bibliothek eingefügt.

Die Bibliothek bei Latex ist etwas tricky bis es endlich funktioniert. Nach dem „allgemeinen“ Reinfuchsen in Latex ist die Bibliothek Grund Nummer eins gewesen, um wegen Kleinigkeiten so richtig auszuflippen. Man erstellt zwei Dokumente: die .tex-Datei mit dem Fließtext und Literaturangaben und die .bib-Datei mit den Literaturquellen. Zunächst wird die .bib-Datei kompiliert und dann (eventuell mehrfach.. drei Mal…) die .tex-Datei.

Nach ein paar Kompilier-Zyklen kann es tatsächlich sein, dass sich Fehler eingeschlichen haben (bei URL-Angabe sollte \URL{http://maschbaur.de} angegeben sein, bei Umlauten könnte Latex sich verschlucken, …), dann heißt es: kontrollieren und fröhlich noch ein paar Kompilier-Zyklen mitmachen. Wenn gar nichts mehr geht, am besten jemand anderen die Datei mal zuschicken und darüber schauen lassen. Ich habe irgendwann mehr Fehler eingebaut als beseitigt… Und es ist auch schon vorgekommen, dass die Datei bei jemand anderem reibungslos kompiliert werden konnte. „Did you try to turn it off and on again?“ gilt auch hier.

Fröhliches Kompilieren! :D

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