Kategorie-Archiv: Messen und Ausstellungen

Sämtliche Besuche von Messen und Ausstellungen zu den Themen Maschinenbau, CAD, Konstruktion, Tauchen und Unterwasser-Fotografie.

mibo love <3

Die Maker Faire Berlin hat so viele tolle Sachen geboten, aber gleich heute, am Montag nach der Veranstaltung muss ich erst mal meinen mibo zusammenbauen.

Es ist ein reines Stecksystem, also kein löten, keine Werkzeuge außer einer Zange. Auf der Webseite von Variobot kann man die Bau- und Bedienungsanleitung downloaden.

Die Bauteile sind sauber verpackt, die kleineren Bauteile, wie LEDs, Transistoren oder Widerstände sogar noch mal extra. So geht auch nichts verloren.

Die Anleitung erklärt nicht nur wie was zusammengesetzt wird, sondern auch welches Bauteil was ist und macht. Von elektrischen Zeichnungen bis zur Verdrahtung für die acht verschiedenen Funktionen ist alles beschrieben.

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Die Servomotoren lassen sich einfach mit den Kabelbindern am Winkel montieren. Nicht vergessen vorher die Gummischläuche aufzuziehen.

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Bei der Vorbereitung der zu steckenden Elektronikbauteile sollte man genau hinschauen und auch die Beinchen ablängen, sonst passen sie nicht gut in das Breadboard. (Ich habe nämlich nur Beinchen gebogen und rumgefrickelt und dann gemerkt, dass die Beinchen viel zu lang sind.)

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Ich habe erst das Breadboard bestückt und dann erst alles mit dem Winkel verbunden. So konnte ich die Kabelbinder unter die Elektronikbauteile durchfädeln und später noch die Variante zu einer der weiteren sieben Funktionen ändern. Ein bisschen doof ist zwar, dass der Kabelbinder einen Widerstand immer wieder hochdrückt, aber es funktioniert trotzdem.

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Alles verkabelt funktioniert leider ein Servomotor nicht. Der + Kontakt des Motors ist sehr locker und der Kontakt rutscht immer wieder raus. Aber vielleicht kann ich ja das noch fixen. Solange ich den Kontakt festhalte, läuft der kleine Mibo einwandfrei :)

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Time to say… make!

Die Maker Faire ist nun vorüber und wir sind auf unserer heimeligen Couch zum Fotos bearbeiten und Blogartikel texten.

Was für ein wahnsinniger Spaß! So viele tolle Projekte und Aktionen bei denen man mitmachen kann. Kaum, dass ich bei einem Projekt stehen geblieben bin, um mir alles erklären zu lassen und ein bisschen zu erzählen, habe ich gefühlt drei Projekte verpasst. Sicherlich werden noch mehr Blogger berichten und ich werde da mal durchstöbern wer welche Projekte entdeckt hat.

Heute Abend werde ich erst mal ein Erlebnisbericht vom zweiten Tag schreiben. Ich fände es schade nur so nebenbei von den Projekten zu erzählen, das würde ich in einzelne Artikel packen, damit man sich auch ein bisschen näher damit beschäftigen kann.

Das Einzige, das ich tatsächlich ein bisschen schade fand, ist dass der Raum für Bastler relativ klein war. (Um das gleich richtig zu stellen, das ist jetzt hier mäkeln auf ganz hohem Niveau, denn die Veranstaltung war glasklar einwandfrei organisiert! Es hat wirklich an nichts gefehlt!) Vom CCC in Hamburg bin ich etwas vom Bastelkeller verwöhnt. Ja, zu Hochzeiten war es auch da etwas eng, aber man hat immer ein Plätzchen zum Bauen gefunden. Hier habe ich heute Nachmittag aufgegeben und mit einen Mibo zum zu Hause aufbauen gekauft. Ich weiß, das ist auch kein Drama, ich bin groß und bekomme das allein hin. Aber dieses gemeinschaftliche Bastelfeeling geht da ein bisschen verloren. Genug gejault.

Der heutige Tag hat den gestrigen noch übertroffen! Ich habe mir die 3D Drucker Hersteller und Educational Projekte mal etwas näher angeschaut. Es waren einfach tolle Menschen mit tollen Projekten dabei.

Natürlich bin ich selbst auch nicht zu kurz gekommen. Da ich in meiner Kindheit nie ein YPS Magazin mit Urzeitkrebsen hatte und vor Ort zufällig welche verfügbar waren, habe ich mir gleich eins besorgt! Von mibo habe ich ja bereits gesprochen, aber es war auch noch ein Fotobus da und mein Mann und ich haben diesen ausprobiert. Es war super witzig auch wenn die 90 Sekunden zu schnell vorbei waren und wir nur sechs statt zehn Fotos geschafft haben.

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Der Maker Space xHain hat BB8 nachgebaut und stellt ihn gern vor!

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Beeverycreative stellt den eigenen professionellen 3D Drucker für etwa 1.300 EUR und das Kit zum selber bauen für etwa 500 EUR vor.

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XYZprinting stellt deren 3D Drucker ab etwa 300 EUR mit Tutorial und Educational Projekte vor. Die Drucker und auch Projekte und Zusatzmaterialen/Software werde ich in einem gesonderten Artikel noch genauer vorstellen.

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Die Klax Kreativwerkstatt hat einige Projekte, in denen Schüler und Schülerinnen zusammen in dem Maker Space der Kreativwerkstattenen basteln, coden und entwickeln. Es ist eines der spannenden Projekte, die ich auch noch in einem gesonderten Artikel vorstellen möchte.

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Arduino Hannover hat einige schöne Projekte rund um Elektronik vorgestellt. Uns hat insbesondere das elektronische „Mensch Ärger dich nicht“ gefallen.

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Makeblock hat ganz viele unterschiedliche Roboter vorgestellt und deren Bausätze verkauft. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen, aber eigentlich würde ich lieber einen selbst entwickeln. Einen Katalog habe ich trotzdem vorsichtshalber mitgenommen. Üben mit Bausätzen kann ja nicht schaden. :)

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3D Elements of Nature sind 3D gedruckte Kuben, in denen Pflanzen in Möbel integriert werden können.

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Genug geschwatzt, jetzt baue ich erst mal meinen mibo! Auf Wiedersehen liebe Maker Faire und bis zum nächsten Mal!

All the lovers and the makers!

Es ist Sonntag Morgen und wir gönnen uns erst mal wieder einen super leckeren Kaffee und ich verblogge den gestrigen Nachmittag bevor es zu Dremel, dem Fotovan und iFix it geht.

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Unser Lieblingsort am Morgen: das Espresso Mobil

Nach unserer gemütlichen Mittagspause mit gutem Burger und einer Rhababerschorle gestern, sind wir weiter in Halle zwei vorgedrungen. Selbstverständlich haben wir auch unsere Freunde Daan und Emmy mit ihrer Schmiede „Sawugo“ getroffen und einen kurzen Plausch gehalten. Kurz nach zwei Uhr nachmittags ging dann ein Vortrag los, den ich mir unbedingt anhören wollte. Eine kurze Einführung in i.materialise war der Kern des Vortrages. Leider ging es dann doch eher etwas allgemeiner um 3D Druck und Software, um Modelle zu erstellen. Na gut, ganz so überraschend ist das für eine Maker Faire nicht, aber ich hatte gehofft mehr Infos zu Materialien und Verarbeitungsverfahren zu bekommen. Gerade das Finish von gedruckten Materialien ist sehr interessant. Als Maschinenbauerin hat man da sicherlich einen anderen Blick als Designer.

Anschließend haben wir den Stand noch besucht und mit Fabian Bäcker (der auch den Vortrag gehalten hat) uns ein wenig unterhalten. Jetzt wurden wir zu einer Betriebsbesichtigung eingeladen, die wir sicherlich auch noch mitmachen werden. Dann muss es ja mehr Infos zu Maschinen und Finish geben :)

In naher Zukunft hatte ich eh vor einen neuen Kettenanhänger für meinen Vater zu designen. Bisher habe ich bei fabberhouse oder shapeways gedruckt, aber jetzt werde ich mir auch mal i.materialise anschauen. Ganz angenehm finde ich die Möglichkeit ohne Anmeldung Modelle hochzuladen und Angebote zu erhalten. Das ist bei Shapeways so bisher nicht möglich.

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Marc probiert beim Make! Magazin Stand eines der Exponate aus.

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Die Wastelander haben nicht nur einen kleinen Stand, sie waren immer mal wieder unterwegs mit ihren Exponaten

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Daan und Emmy mit ihrer Schmiede Sawugo

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Bei i.materialise wurden einige Beispiele für 3D Drucke gezeigt. Nicht nur Schmuck und Figuren, auch funktionale Systeme und Materialdummys wurden ausgestellt

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Ein französischer Künstler (Gabriel Roque) hat live sein Können in Graffiti gezeigt und ich musste sofort an Keasone denken

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Mit den Bastlern hatten groß und klein Spaß

Ein großes Highlight gestern Nachmittag war der Robocup. Vier Roboter pro Team sind in einem kleinen Fußballfeld gegeneinander angetreten. Dabei ging es nicht um die Hardware, denn diese wurde zur Verfügung gestellt und war bei allen Teams gleich, sondern um die Programmierung. Welche Taktik verfolgen die Roboter im Spiel gegen die gegnerische Mannschaft?

Es war nicht nur spannend zuzusehen wie die Roboter den Ball verfolgten (oder auch nur suchten), sondern auch wie sie sich selbstständig nach einem Fall wieder aufrichten konnten.

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Am Abend nach Schluss der Maker Faire sind wir dann gemütlich Richtung Berlin Mitte zurück und haben zufällig die Berlin Food Week entdeckt, die gestern eröffnet wurde. Aber dazu gibt es einen anderen Artikel.

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Jetzt geht es los zu Dremel und zum Vortrag der Open Source Kamera! Wir sehen uns!

Visit – Observe – Make!

Der Vormittag unseres ersten Maker Faire Tages ist nun vorbei und was für ein grandioser Auftakt!

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Schon morgens sammeln sich die Bastelbegeisterten vor der Maker Faire um hereinzukommen. Trotz der Mengen an Menschen verläuft das völlig problemlos. Gleich am Eingang haben wir uns erst mal einen sehr leckeren Kaffee gegönnt und haben einen ersten lockeren Rundgang gemacht.

Ja, gut, wir haben an fast jedem Stand gestanden und uns die Projekte von kreativen kleinen Gruppen bis hin zu Unternehmen wie Festo angeschaut. Alles blinkt, leuchtet, bewegt sich oder sieht einfach nur fabelhaft aus. Das Beste an allem ist: lass dich inspirieren und versuch es selber! An den meisten Ständen gibt es gleich Bastelsets oder auch die Anleitungen zu kaufen oder mitzunehmen. Selbst wenn man noch nicht so gut konstruieren, entwicklen oder programmieren kann, ist das überhaupt kein Hindernis. Hier gibt es detaillierte Anleitungen (sogar ganze Bücher) und auch Workshops in denen man gemeinsam spielerisch alles erlernen kann, was einen so interessiert. Die Aussteller begeistern nach aller Form der Kunst, Musik und Robotik ihre Besucher. Gerade Robotik ist immer wieder ein gelungener Hingucker.

Wir konnten uns natürlich auch nicht zurückhalten und haben uns bei pimoroni mit einem Raspberry Zero, einem LED-Textil-Set, einem Unicorn Hat und Zubehör ausgestattet. Auch bei uns wird dann das große Basteln weitergehen.

Nach einem etwa einstündigen Presserundgang haben wir die Ausstellung Wave von einem dänischen Initiator und auch die Messehallen der Maker Faire kennengelernt. Philip Stefan hat uns einen sehr sympathischen Einblick in die Maker Szene gegeben und Hintergründe, ein bisschen was Historisches und Trends erzählt. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht mit ihm die Hallen zu erkunden und meinetwegen hätte es auch länger als eine Stunde dauern können.

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Jetzt machen wir erst mal eine kleine Blogger-/Mittagspause und gleich danach geht es weiter mit einem Vortrag über i.materialise und einem Workshop, um selbst einen Miniroboter zu basteln.

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I like to make it, make it!

Es ist so weit! Dieses Wochenende findet die Maker Faire Berlin statt.

In den Vorbereitungen haben wir bereits Workshops und Vorträge durchgesehen, das Hostel gebucht und eine Presseakkreditierung beantragt.

Heute Vormittag haben wir noch gearbeitet und haben mittags Feierabend gemacht. Noch schnell unsere Sachen gepackt ging es auch schon auf die Autobahn. In den Stau. Eigentlich wollten wir heute bei der Auftaktveranstaltung schon mal die ersten klugen Köpfe des BMBF Projektes Photonik kennenlernen. Das wurde leider nichts. Erst um 17 Uhr sind wir endlich in Berlin angekommen.

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Unterwegs zum Hostel stellt sich ein Mann auf die Straße. Breitbeinig mit verschränkten Armen steht er mitten auf unserer Spur und schaut uns grimmig an. Das hat nicht nur mich erschrocken, auch meinen Mann. Ich habe keine Ahnung was der Kerl wollte, aber mein Mann hat gleich die Verriegelung des Fahrzeugs kontrolliert. Verrückte Welt. Oder auch nur verrücktes Berlin, wer weiß.

Schließlich waren wir gut angekommen und haben uns etwas zu Essen gesucht. Welch Überraschung: auch in Berlin gibt es jetzt ein Oktoberfest! Noch davor stehend sagt mein Mann „Uh, toll, jetzt gibts auch hier exklusiv kotzende Menschen mit Bierkrug in der Hand!“ Und ich echauffier mich noch darüber, dass nicht alle so sein müssen. Da sehen wir bereits im Eingangsbereich des Oktoberfestes wie ein Mann auf Socken dasteht und in seine eigenen Schuhe kotzt.

Schnell daran vorbei steht an der Ampel vor uns eine junge Frau in einem Einhorn-Strampler. Kein Junggesellinnenabschied in Sicht. Kein 30. Geburtstag oder sonst was Verrücktes. Einfach so ein Einhorn-Kostüm. Das ist doch knorke. Wenn man völlig entspannt so rumlaufen kann wie man möchte ohne dafür diskriminiert zu werden.

Genug von den ganzen witzigen oder nicht ganz so witzigen Erlebnissen, sonst schweife ich auch noch zum Radfahrer mit seinem selbstgebauten Stahlrahmen ab… Wir haben Dolores Burritos gefunden und sie sind der Wahnsinn!

Auf dem Rückweg ins Hostel sind wir am Sage Club vorbeigekommen und der Eingang sieht echt witzig aus.

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Bis morgen dann auf der Maker Faire!